Foto: Dina Lucia Weiss
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0517

Bahía Salvador, Teil 17/31

„Gundi“, sage ich, „ich könnt jetzt große Reden schwingen über die Tiere, die Natur und so. Hier ist eben alles viel ursprünglicher, steht uns irgendwie unmittelbarer gegenüber als anderswo. Auch wenn Sie vielleicht gar nicht wissen, wie das ist: ‚anderswo‘“, ich hole tief Luft und puste sie wieder raus: „Ich bin ja jetzt auch so. Wie Sie. Kann nicht mehr zurück. Will ich auch gar nicht. Und Nathalie - die sehe ich auch nie wieder.“
Ich schiebe mir ein paar Stücke von den saftigen Maultaschen und dann etwas Kartoffelsalat in den Mund. Eigentlich will ich Gundi nicht von Nathalie erzählen.
Aber was soll’s.
„Das letzte, was mir von ihr bleibt“, sage ich leise und dann immer lauter werdend, „ist das Bild, wie sie sich von diesem Jean-Baptiste oder Bruder Jakob ganz ungeniert befingern lässt zwischen den anderen Lackaffen“ - und über ihnen der Mond und mein singender Hass – „diesen superrelaxten ‚Weltenbummlern‘ mit den Around The World Tickets in Papis vorgekoteten Hosentaschen und ihren Hedo-Schlampen an der Hand!“
Da gluckst Gundi. Na, das gefällt ihr! Wieder zündet sie sich eine Zigarette an, wedelt mit der Hand und grinst – die Zähne, Gott, sind die hinüber. Gundi ist wie dieser Kartoffelsalat: fettig, matschig und gelb. Und doch mit ein paar ziemlich knackigen sauren Gurken drin.

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