Foto: Dina Lucia Weiss
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0510

Bahía Salvador, Teil 10/31

Gundi könnte jetzt auch mal wieder langsam – die Kutteln kutteln ganz schön in meinem Magen ... Zum Glück haben wir dann das Zimmer mit dem Ventilator und den Geckos an der Decke gefunden. Da waren wir zufrieden. Und wie wir es geil getrieben haben! Ordentlich vollgeschwitzt hab ich sie. Und dann einfach daliegen, dem Surren dieses göttlichen Ventilators lauschen – das war schon gut. Fanta-Werbung. Sollte immer so sein. Und später die Perlen auf ihrem Körper. Sanfter Wellengang. Und kein bisschen Walschmodder im Wasser, nur ab und an ein Straßenhund, Klumpen davon im Maul. Sie hat so viel gelacht. Mich wegen meines Sonnenbrands aufgezogen. Wir waren fast die einzigen gringos und die hola-amigos haben gar nicht gestört, nur amüsiert, und eben das übliche Rammstein-, Currywurst- und íttler-íttler-Gefasel – ja, da schnellen die Daumen in die Luft, da wird breit gegrinst! Aber alles ganz nett ... Baden, dösen, Cocktails schlürfen, schauen, was so vor sich geht. Ich dachte wirklich, es wär plötzlich alles aus der Welt. Seltsam. Und jetzt sitze ich hier bei meinem Engel und schlürfe Kutteln wie blöd ... Und vor ein paar Stunden war ich mir noch sicher, dass ich gleich abnibbeln muss ... Was dann aber für Kräfte in einem stecken! Immerhin – ich hab mit einem Haufen Aasgeiern gekämpft, Flügel gebrochen, Köpfe zertrümmert – und warum? Weil mir die Biester einen stinkenden Echsenkadaver wegnehmen wollten! ... Schon ein bisschen krank. Aber es war eben mein Kadaver, er hat mir gehört, ich hatte ihn erlegt. Es war eine symbolische Sache ... Und dann Nächte auf Bäumen. Tage im Dickicht, ohne Essen. Und gesoffen hab ich aus Tümpeln, die vor lauter Fieber aussahen wie herrliche Lagunen. Tausend schimmernde Medusen hab ich darin tanzen sehen und um mich herum alles Affengeschrei und Vögel ... Und trotzdem war ich immer auch so klar im Kopf. Wusste immer ganz genau, was zu tun war.

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