Foto: Dina Lucia Weiss
Foto: Dina Lucia Weiss

Zu Gast im Mai

17-05 | Philipp Röding

> zur Biografie

> zum online-KLISCHEE

Zu Gast im Dezember

16-12 | Jürgen Bauer

> zur Biografie

> zum online-KLISCHEE

Zu Gast im Oktober

16-10 | Didi Drobna

> zur Biografie

> zum online-KLISCHEE

Zu Gast im September

16-09 | André Patten

> zur Biografie

> zum online-KLISCHEE

Zu Gast im Mai

16-05 | Valentin Moritz

> zur Biografie

> zum online-KLISCHEE

Zu Gast im März

16-03 | Elias Hirschl

> zur Biografie

> zum online-KLISCHEE

Zu Gast im Februar

16-02 | Markus Mittmansgruber

> zur Biografie

> zum online-KLISCHEE

0626

Wo sind die Menschen, die einfach in Züge springen, genau dann, wenn es richtig ist.

 

Zwei Uhr nachts – ich ertrag die Stille nicht, die dann passiert, wenn es nicht mehr weiter geht. Ich kann dir nicht beim Schlafen zu schauen – du bist selig.

 

Ich habe dir zu geschaut. Ein paar Stunden lang hast du an einer Figur geschnitzt – du wolltest, dass ich da bin, dass ich im Raum bin. Du wirst sie deiner Ex-Freundin widmen, die du noch immer liebst und ein paar Wochen nach mir, wenn du das mit mir endlich beendet hast, diesen kleinen Ausfallschritt – ein paar Wochen später werdet ihr wieder ein Paar sein.

 

Das war meine Anwesenheit in deiner Abwesenheit.

 

Ich bin eine Schlampe. Ich schaue dir auf den Arsch, wenn du gehst.

 

Ich ertrag es nicht, mittelmäßig zu sein. Irgendetwas in meinem way-to-untervögeltem Leben muss funktionieren. Arschloch. Meine Besonderheit besteht darin, einem beklopptem Dichter nach dem anderen zu sagen, wie gut sie sind. Hauptsache Selbsthass.

 

Wo sind die Menschen, die einfach in Züge springen, genau dann, wenn es richtig ist.

 

Ich will doch nur diesen Wert haben. Ich will ein Mal diesen Wert haben, es wert sein, für mich in den Zug zu springen.

 

Ich kann nichts. Ich kann keine Liebe. Ich bin wirklich eine dumme Schlampe. Ich kann es nicht aussprechen. Worte. Ich kann die Worte nicht zu meinem Mund bringen, also aus meinem Mund heraus. Aber ich kann gut blasen. Ich bin kein Schriftsteller. Ich bin nichts.

 

Gott ist nicht da.

 

Manchmal bringt es wirklich mehr, wenn die Menschen einfach Nein sagen. Ich hasse dieses Zögern. Geh doch weg.

 

Ich hasse es, wenn du mir nicht antwortest. Ich will dich dann umbringen. Erst dich, dann mich. Wie Kleist.

 

Wenigsten schlafen alle, die mich quälen. Ich quäle den einen oder anderen. Ich bin eine große Qual und ich habe dieses Gefühl verdient.

 

Komm jetzt ins Bett. Können wir wenigsten vögeln, damit ich einen Moment vergesse, wie sehr ich mich hasse.

 

Aber all die Dinge sage ich nur zu mir.

 

Ich kann lange am Boden liegen – das Leben ändert sich nicht. Irgendwann wird das alles zur Gewohnheit.

 

Ich bin dieses wirklich große Stück Scheiße. Ich bekomme nichts hin. Leben. Schrott. Ich schreibe schon wieder Listen.

 

Ich will einfach nur verschwinden. Nur das kann ich auch nicht.

 

Common. Komm zum Punkt. Ich weiß ja selbst nicht, was der Punkt ist. Ich bin einsam. Ich will dieses Gefühl erzählen, dieser großen, langen Einsamkeit, wenn man ungewollt auf dieser Welt ist. Gefangen in einem weichen Körper, der zu viel liebt. Warum. Warum. Es ist sinnlos. Ich bin sinnlos. Du bist vielleicht auch einfach ein Arschloch.

 

Spambericht und Kopfschmerzen – rock n roll. Sie erzählen immer etwas von der Freiheit.

 

Nutzloses Stück.

 

Gott.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0