Foto: Dina Lucia Weiss
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0617

Ich habe Angst vor Gott.

 

Ich habe Angst vor Gott seit meine Mutter sang und morgen früh, wenn Gott will, wirst du wieder geweckt. In den Elegien tummeln sich zu viele Engel. Schrecklich. Mir sind die Geschichten ausgegangen – der Punkt ist doch: Ich bin auch nur ein langweiliger Mensch.

 

Wenn die Motte im Licht stirbt, dann auch nur – weil sie alles wollte. M. sagt, er liebt mich, weil ich so radikal bin. So radial – so radial von einem Punkt ausgehend. So radikal in alle Richtungen strömend.

 

Aber warum klebt ihr mir genau dann den Mund zu.

 

Marlon hat sich ein wenig über die Brüstung gebeugt. Er kontrolliert die Distanz. Wieder reagiere ich zu langsam, oder zu schwach. Ich sei heute sehr kühl, behauptet er. Das stimmt. Ich schweige. Bei mir kannst du dich anlehnen, hatte er damals gesagt – und einnicken, zumindest gedanklich oder erzählen – mir kannst du alles erzählen, eigentlich kannst du tun und lassen was du willst. Ich habe genickt und gelacht und dann wusste ich auch nicht – dann war irgendwie alles gut. Marlon steht jetzt ganz am Rand und wartet auf mich. Er erwartet mich. Er erwartet, dass ich mich erschrecke aber ich stehe ihm zu kühl an der Brüstung. […] Du kannst alles sein was du willst – ganz wie du bist, kannst du sein, nur nicht so kühl. Wenn du mich – also, wenn du mich nicht – also, dann – dann bist du mir eben auch nicht mehr so wichtig. […] Marlon erwartet mich an der Brüstung. Aber die Sekunde Marlon – die Sekunde, in welcher ich oder du weiß, wer ich oder du bist, bin ich oder du es schon nicht mehr.

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