Foto: Dina Lucia Weiss
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0515

Knacks


Der Weg an der Sparkasse vorbei war länger als mein üblicher Schulweg. Meine gesamte Grundschulzeit nahm ich ihn alle paar Wochen auf mich, um keine Ausgabe vom KNAX-Heft zu verpassen. Didi, Dodo, Backbert, Steuerbert, Gantenkiel und Co waren meine heimlichen Helden, für die ich einiges auf mich nahm. Ich schleifte meinen Turnbeutel die nicht enden wollende Straße entlang und hielt Sicherheitsabstand. Zu Sascha. Dem drei Köpfe größeren Jungen aus meiner Klasse, der jede Gelegenheit nutzte, um mich am Griff meines Ranzens auf den Rücken zu zwingen. Stand er an der Ampel, blieb ich stehen. War er aus meinem Sichtfeld verschwunden, rannte ich los zur Sparkasse. Davor wartete Sascha grinsend auf mich. Er packte mich fest, zog mich zu Boden und strampelnd verteidigte ich mein Heft. Irgendwann war Sascha plötzlich weg. Verschwunden. Mein Bruder erzählte mir mal, er sei in eine Klinik gekommen. Er wäre krank im Kopf, hätte einen Knacks. Ich horchte auf. Als Kind fand ich das verdammt gerecht.

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