Foto: Dina Lucia Weiss
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0219

ende gleich anfang, #4

zwei durch zwei // so zog melanie noch am selben tag zu ihrer mutter. nur vorübergehend, bis sie eine wohnung für sich allein fände oder zumindest ein zimmer in einer akzeptablen wohngemeinschaft. zwei wochen später das erste treffen, um die wichtigsten dinge zu regeln, um gemeinsames und hausrat auseinanderzudividieren, um alles, was vom anderen noch da war in einem, abzustoßen. doch was bedeuteten schon der tisch oder das gewürzregal gegen die einsamkeit, die sie erwartete? auf dem weg zu ihm blieb sie stehen, in gedanklicher zwiesprache mit ihm, der er sich abputzte von ihr wie von einem staubfilm, einer anschuldigung, einer nicht verrichteten arbeit …

dann die begegnung, die frage nach dem verbleiben, nach dem ob und wie herzlich sich noch grüßen. sie wurde nicht gestellt, sondern nur die, wer die mikrowelle nimmt und zu welchen anteilen die miete bezahlt wird. die schnur an dem kleinen klong klong namens herz wird sich während des gesprächs verheddert haben, deshalb schlug es grad eben so seltsam unruhig und unrund. das gespräch war kurz. um nicht allein sein zu müssen, schaltete sie sich für den heimweg stimmen hinzu aus dem radio, die mit ihr sprachen, unter anderem nur für sie hier waren. ihre füße und die friedensbrücke trugen sie über den donaukanal. es begann plötzlich zu schneien, sie nahm den notizblock in die frierenden finger und schrieb auf die letzte leere seite: fisch ohne fahrrad, haus ohne hüter.

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