Foto: Dina Lucia Weiss
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0212

quartett #4

ein viertel
die straßenbahn leert sich von friedhofstor zu friedhofstor, die beiden frauen neben katharina, die mutter und tochter sein könnten und je einen blumenstrauß in der hand haben, steigen beim letzten aus. auf dem vereinzelten platz, dessen drei hölzerne nachbarsitze nun leer geworden sind, bleibt sie sitzen. sie muss zur endstation. dort wird sie einen verlängerten trinken, wieder alleine, an einem tisch, den vier stühle umgeben – auf einem davon wird sie platz nehmen, drei viertel der plätze werden leer sein und es auch bleiben. sie wird in ruhe rauchen, zwei würfel zucker in die tasse geben und vielleicht die zeitung lesen. der kellner kennt sie und hat sich das fragen bereits abgewöhnt. er versucht nicht mehr zu ergründen, wie sie heißt, warum sie jeden donnerstag nachmittag alleine in das kaffeehaus am äußersten rande der stadt kommt, woran sie denkt, ob sie einen freund hat und wie alt sie ist. katharina gibt keine antworten. in ihrem kopf beginnt ein gitarrensolo zu spielen.

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