Foto: Dina Lucia Weiss
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Adieu

Wie es mit Vera weitergegangen ist, liegt auf der Hand. Mit einer wie Vera geht es nie weiter, nirgendwohin. Ich habe ihr abgeschworen, wie man einer Religion abschwört. Mag sein, dass sie sich noch malen lässt, auf Parkbänken liegt und, Gott behüte, auch wieder einmal ins Theater geht. Ich sagte ihr noch: "Adieu", sie sagte gar nichts, hob nur träge ihren Arm, wie um zu winken, aber winkte dann doch nicht. Sie hing nicht sehr an mir. Sie hatte einmal gesagt, dass all ihre Bekanntschaften kamen und wieder gingen, aber in einem so ausgeklügelten Taktsystem, dass sie niemals einsam war. Irgendjemand war immer da. Vera war die Einzige, die niemals einsam war, obwohl sie an niemandem hing.
Ich trat auf schneenasse Straße hinaus und blinzelte in die Sonne. Vor einem Monat war Silvester gewesen, ich konnte die Anzahl meiner gebrochenen Vorsätze nicht mehr mit den Fingern abzählen. Ein Vorsatz aber gehörte jetzt nicht mehr dazu: "Vera verlassen. Beginnen zu sein."

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