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YAWA NUR – zum Geburtstag von Friederike Mayröcker

Nichts ist der Ursprung und doch suchst du nach ihm
und doch legst du dich schlafen um im Traum weiter zu suchen,
wenn dir das Wirkliche nicht mehr reicht, angereichert weilt.
Als leib- und altgewordener Lucidarius schreitest du
durch meine Luft zum Atmen und durch meine Luft zum Sprechen.
Du brauchst keinen anderen Dichter an deiner Seite dabei, doch du berufst dich,
trägst ihn immer mit erhobenem Haupt in deinem Haupt in meinem Haupt
und führst die irrwitzige Sache zu den Namen all jener und dieser,
die ihre Sprache verloren haben, durch Tod oder tägliche Schuld oder den Mond.

Ich als ein Solcher, im Sud der Formlosigkeit und Beiläufigkeit,
der du mit einem Mundzwinkern, mit einer Aufnormalität entgegen trittst,
brauche vielleicht kein Haus über dem Dach, keinen Winkel in mir,
in dem ich mich verkriechen kann und weinen über meinen dicken Bauch,
aber ich brauche Sehnsucht danach etwas zu brauchen, und nenne dich.
Ich lasse dein Brauchtum in mir ziehen, wie heißen Tee, wie YAWA NUR.
Kehre durch meinen Holzweg in den Ofen deiner Liebe und Erotik und Wunder.
Mit dir in meinem Haupt zu sitzen zu denken zu schlafen zu träumen
zu schreiben zu schweigen zu sehen den Freund die Gestirne das Gras
die Blume den Himmel und dabei meine Blätter und die üblichen Wendungen drehen.

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