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Mehr- und Nährwert

Ich will weder ein ausgewogener, noch ein nachhaltiger Mensch sein,
der sich nichts mehr um sich selbst bemüht.
Ich brauche kein Ausgehen und kein Paradigma,
kein Schlüsselwort zum Versehen.
Ich darf nicht satt, nicht sitt, nicht sam sein,
bin zwar vor diesen Worten geboren,
aber ein Verfechter von Leid und Wettbewerb.

Alles ist ein Gegenstand, ein verdorbener,
und ein jeder Gegenstand benennt sich von selbst
und zerfleddert seine Gedanken nicht für nichts
und wieder lichts und nichts und,
sondern lässt sich von den handgeschaffenen Abbildungen fertig
oder zumindest zu einem willkürlichen Ende hin denken.
Auch bei Kunst und ihrem Werken ist das so,
weil eine jede Kunst im Grunde aus dem Arsch rührt.

Wenn das jemand nicht glauben kann,
soll jemand im Wörterbuch nachschlagen,
aber bitte nicht zu häufig und grob:
Nachschlagen wird in der sogenannten Erziehung
nicht sonderlich gerne gesehen und abgehört,
auch wenn die Presse unserer sogenannten Gesellschaft
so meint und verschreit und sich dann davon distanziert.

Ich will keinen Mehrwert schaffen, weil mir das gefährlich scheint,
weil mir dieses Wort zu sehr in allen Schrecken
des vergangenen Jahrhunderts wühlt und stochert.
Ich will auch nicht Nährwert sein,
sondern die Möglichkeit Hunger und Durst zu spüren.
Ich will abschreibbar und durchsichtig sein,
zwei Schritte nach vor schreiben und einen nach hinten,
im Walzertakt und nackt, in der Heimat großer Löhne.

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