Foto: Dina Lucia Weiss
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28.11.2014
Juri nimmt zwei Bier aus seinem Rucksack und spickt die Deckel mit dem Feuerzeug weg. Nach drei Schlucken blickt er aufs Wasser und seufzt, er wisse nicht, was er machen solle, er finde alles albern, wie er lebe, arbeite, sei. »Du bist ängstlich. Du bist so krampfhaft angestrengt, dass dich nichts und niemand einschränkt. Und doch hängst du an deinem Fahrrad und deinen Schallplatten, wie andere an ihren Kindern«, sage ich. Über dem Wasser schwirren Mücken.
Juri ist der pragmatische Typ, der, der die kritischen Fragen stellt, wenn es um die Probleme anderer geht. Und doch kann er selbst nur mit dicker Bettdecke schlafen, auch im Sommer. Wenn ein Zeh unter der Decke rausschaut, wacht er auf und muss niesen.
Ich muss an Jan denken, mit den unheholfenen Hände in den Hosentaschen. Er fehlt mir plötzlich. Juri sieht mich von der Seite an und wird wohl die Grimassen sehen, Grimassen, die man macht, wenn man in Tränen ausbricht und es zu unterdrücken versucht. Er kneift mich in die Seite und weiss doch, dass ich nicht kitzlig bin, nicht einmal an den Fusssohlen.

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