Foto: Dina Lucia Weiss
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18.11.2014
Mein Zug fährt in einer Stunde. Ich bitte Jan seine Schuhe anzuziehen, während ich die Zähne putze. »Ich warte auf Dich Paula, wir können zusammen zum Bahnhof fahren.«
Juri ruft an und fragt nach meiner Ankunftszeit. Jan schaut mich kritisch an, er denkt vielleicht, dass es Ella ist, jemand vertrautes, weil meine Stimme zwei Oktaven höher ist. »Ich freue mich und küsse Dich in meinem Kopf, bis gleich Juri!« Jan steht ungeduldig mit dem Müllbeutel im Flur.
Ich wässere die Kakteen im Wohnzimmer, kontrolliere ob der Herd aus ist, nehme meinen Koffer und ziehe die Türe hinter uns ins Schloss.
Wir reden nicht in der Tram zum Bahnhof. »Wirst Du mit diesem Juri schlafen, Paula?« fragt Jan als wir vor der Anzeigetafel in der Bahnhofshalle stehe. Ich suche mein Ticket in meiner Handtasche, umarme Jan zum Abschied. »Du bist keine Beziehungsruine grundsätzlich. Aber ich muss jetzt alleine nachdenken.« Je näher wir uns kommen, umso dringender muss ich mich meiner Eigenständigkeit vergewissern. »Ob das je zu etwas Gutem geführt hätte Paula.« Ich drehe mich noch einmal um bevor ich in den Zug steige, er schaut mir nach, die Hände unbeholfen in den Hosentaschen.

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