Foto: Dina Lucia Weiss
Foto: Dina Lucia Weiss

Zu Gast im Mai

17-05 | Philipp Röding

> zur Biografie

> zum online-KLISCHEE

Zu Gast im Dezember

16-12 | Jürgen Bauer

> zur Biografie

> zum online-KLISCHEE

Zu Gast im Oktober

16-10 | Didi Drobna

> zur Biografie

> zum online-KLISCHEE

Zu Gast im September

16-09 | André Patten

> zur Biografie

> zum online-KLISCHEE

Zu Gast im Mai

16-05 | Valentin Moritz

> zur Biografie

> zum online-KLISCHEE

Zu Gast im März

16-03 | Elias Hirschl

> zur Biografie

> zum online-KLISCHEE

Zu Gast im Februar

16-02 | Markus Mittmansgruber

> zur Biografie

> zum online-KLISCHEE

fünfundzwanzig. Diese Szene spielt in einem Café.

Die Tischbeine hier stehen viel zu eng bei einander.

 

Ein junger Mann mit niedrigen hellbraunen Loafers und roten Socken erregt meine Aufmerksamkeit.

Meine Augen sind müde. Ich will nicht mehr unterscheiden müssen. Früher fand ich Regen romantisch, später melancholisch, jetzt ist er mir so gut wie egal.

Diese Szene spielt in einem Café, im ersten Bezirk, in Wien. Mein Bett, meine Höhle, mein Nest, ist weit weg von hier, ich muss noch weit fahren, um es zu erreichen. Das macht mich traurig und erfreut mich, gleichermaßen. Alles unterliegt meinem Wollen. Ich vergesse es nur, immerzu, das ist das Problem.

 

Als der junge Mann mit den hellbraunen Loafers aufsteht um zu gehen, bewegt sich meine Hand, als wäre sie nicht meine Hand, ich fühle sie nicht. Ich sehe mir den Arsch des Mannes an. Er zieht sich an und geht hinaus.

Währenddessen verschwindet ein alter Mann vom Nebentisch, ich war abgelenkt. Ich bin erneut abgelenkt, da taucht der alte Mann wieder auf.

So wünscht man sich das doch oft.

 

> Ilitcheva

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0