Foto: Dina Lucia Weiss
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18 – Granny Doll: Der Abschied

Dass sie auf dem Weg nach Hause sei. Dass sie bei ihrem Vater im Büro gewesen wäre, um ihm zu sagen, dass die Mutter in den Wehen liegt. Dass sie hoffe, dass es endlich ein Brüderchen wäre, sie freue sich schon so auf ein richtiges Brüderchen. Dass sie nun dringend heim müsse und sich entschuldige, dass sie ihnen Umstände gemacht habe. Dass sie den Herren noch einen guten Abend wünsche und sich herzlich dafür bedanke, ihr den Weg gezeigt zu haben, sie habe ihn fast verloren gehabt.

 

Hast du verstanden?, fragte Klara.

 

Verstanden, sagte Bébé, schlug die Schuhe aneinander und hob ihre Hand an die Stirn.

 

Delfina quietschte mit den Rädern ihrer Kiste vor und zurück und ich klatschte so laut, dass mir die Handflächen brannten, wir waren stolz auf unsere Bébé und es war ein feierlicher Augenblick. Und Klara, dachte ich, hat alles, was sie nicht in den Händen hat, doppelt und dreifach in ihrem Hirn. Ihr Kopf müsste viel größer sein. Als das Training für den Botengang abgeschlossen war, wollte Bébé kurz allein gelassen werden. Wir standen vor dem Wagen und blickten ihr nach. Sie hatte den Gang eines Mädchens. Und dann hörten wir sie flüstern. Kurz darauf den Löwen. Wie er dunkel heraussprach aus seinem großen Maul. Ich schaute mich zu Klara um und Delfina, doch sie schienen nichts bemerkt zu haben. Du spinnst, Granny Doll, jetzt wirst du wirklich alt, war ich versucht zu sagen. Aber ich war mir so sicher, dass ich ihn gehört hätte, da sagte ich mir einfach: Granny Doll, du hast immer schon besser hingehört als die anderen.

 

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