Foto: Dina Lucia Weiss
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16-05 | Valentin Moritz

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7 – Delfina: Die Wölfin

Stundenlang lag Jerry in seinem Blut und wurde immer weniger. Er verlangte nach Wasser und wollte gar nicht aufhören durstig zu sein. Granny Doll zog das Messer aus seinem Bauch, damit es schneller ging. Er fragte ein letztes Mal nach der Wölfin, als wolle er noch vom Sterbebett aus die Präparation veranlassen. Aber Klara blieb stur und verriet nicht, wo sie ihre und die Leiche ihres Kindes versteckt hielt. Als die Wölfin den Ballon verschluckt hatte, wollte sie nicht sagen, von wem er war. Wir wussten es ohnehin. Und als sie den Ballon aus sich heraus presste und er ein Kind war, mit zwei Ärmchen, zwei Beinchen, aber so haarig wie sie, erkannten wir unter dem dichten Flaum die Züge von einem, der vor Jahrzehnten Jerry gewesen sein musste. Vielleicht erinnerte mich sein Bluten wieder an das der Wölfin und sein Röcheln an ihr erstickendes Kind. Wir haben nach Hilfe gefragt, doch Hilfe hätte gekostet und das waren wir Jerry nicht wert. Dass wir Jerry nicht beim Überleben halfen, fühlte sich irgendwie richtig an.

 

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