Foto: Dina Lucia Weiss
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6 – Delfina: Das Messer

Lass mich nicht sterben, lass mich nicht-- Lass, mich, nicht. Jedes Wort ein Brocken Blut, der durch die Luft flog und auf dem kahlen Wagenboden so lustig zerplatzte, als hätte er nichts mit dem Sterben zu tun. Und ich kann ihn tatsächlich nicht lassen. Ich sah ihn, als ich einschlief, als ich schlief, und als ich erwachte, war er auch wieder da, obwohl ich den Schlaf aus den Augen krümelte, er war’s, ich schwöre. Das hätten wir uns ja denken können, ein Polterer wirft noch in der Stille sein Echo. Das Messer, das hat Granny aus Notwehr aus dem Block gezogen, sie ist nicht damit auf ihn los, sie ist doch viel zu klein dafür, er ist hinein gerannt, er hat sich längst nicht mehr ausstehen können. Aber das wird uns niemand glauben wollen, dass das Selbstmord war. Er war der Halter und wir seine Freaks, wir haben ihm unser Leben zu verdanken, und wir haben nicht schlecht gelebt unter seinem Kommando, nicht immer jedenfalls. Er hätte einen besseren Tod verdient, denn gestorben ist er nicht schön, hat viel zu lange gedauert, für uns alle. Anders als bei der Wölfin. Bei ihr zu sein, das hat uns gut getan.

 

> Kegele

 

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